Die Anfänge: 1847–1866
Das Ehepaar Gerstner eröffnete am Stock-im-Eisen-Platz sein erstes Geschäft. Schon bald sorgten ihre kunstvollen Zuckergusskreationen für Aufsehen – nicht nur in Wien, sondern auch auf internationalen Ausstellungen, wo Anton Gerstner mehrfach ausgezeichnet wurde. Der Umzug in ein größeres Geschäft in der Kärntner Straße 6 im Jahr 1866 markierte den Beginn einer neuen Ära.
Auf dem Weg zum K. u. K. Hofzuckerbäcker: 1867–1879
Ein Meilenstein war die Pariser Weltausstellung 1867, bei der Anton Gerstner mit Gold und Bronze geehrt wurde. Kurz darauf folgte ein kaiserlicher Auftrag: ein kunstvoller Pokal aus Zucker und Tragant als Geschenk für das japanische Kaiserpaar sollte es werden. 1869 begann die bis heute bestehende Partnerschaft mit der Wiener Staatsoper – Gerstner wurde damit zur ersten Adresse für kulinarische Genüsse bei Premieren, Galadiners und natürlich auch dem Opernball.
Auch Kaiserin Elisabeth zählte zu den treuen Kundinnen – besonders angetan hatten es ihr die kandierten Veilchen, die noch heute nach Originalrezept gefertigt werden.
Glanzvolle Jahrzehnte: 1911–1955
Nach dem Tod von Anton Gerstner führte seine Familie das Unternehmen weiter.
1911 sorgte Gerstner mit einem prachtvollen Hochzeitsbuffet für Erzherzog Karl und Prinzessin Zita für Aufsehen. Auch in den folgenden Jahrzehnten blieb das Haus ein Garant für Qualität –etwa beim Galadinner zurUnterzeichnung des Österreichischen Staatsvertrags 1955 im Schloss Schönbrunn
Neue Zeiten, neue Erfolge: 1971 bis heute
1971 zog Gerstner in die Kärntner Straße 11, später an den heutigen Standort in der Kärntner Straße 51. Seit 1995 in privater Hand, entwickelte sich das Unternehmen stetig weiter: mit dem Gerstner Café-Restaurant im Palais Todesco, dem beliebten Sonntagsbrunch, dem Gault-Millau-Ambiente-Award und dem Österreichischen Umweltzeichen.
Heute ist Gerstner nicht nur ein Stück Wiener Geschichte, sondern auch ein Ort für zeitgemäßen Genuss – ob in unseren Cafés, bei exklusiven Events oder als Cateringpartner in der Wiener Staatsoper, im Wiener Musikverein oder im Schloss Schönbrunn – und natürlich die beste Adresse für köstliche Zuckerbäckerkunst – die man sich auch nach Hause liefern lassen kann.